Hepatitis ist die weltweit häufigste Lebererkrankung und weiter auf dem Vormarsch. Insgesamt gibt es derzeit rund 500 Millionen Menschen, die chronische Virusträger sind. Die Infektion verringert die Lebensqualität und führt oft zu Krebs. Deshalb fordern Mediziner jetzt ein Impfprogramm. Große Erfolge versprechen sich die Mediziner besonders im Kampf gegen Hepatitis B. Diese Form wird über Blut oder sexuelle Kontakte übertragen. In 20 Prozent aller Fälle verläuft die Erkrankung chronisch und mergelt den Patienten über 20 bis 60 Jahre hinweg aus. Im weiteren Verlauf der Infektionserkrankung kommt es zu einer Leberzirrhose und einer anschließenden Krebsbildung. Bevor es zu einer Zirrhose kommt, kann jedoch das Medikament Interferon, ein körpereigener Abwehrstoff, die Infektion stoppen. Interferon hebt das Immunsystem auf ein höheres Niveau. Etwa 40 bis 50 Prozent der Hepatitis B-Kranken können so geheilt werden. Seit geraumer Zeit steht den Ärzten mit dem Virustatikum Lamivudine ein weiterer Wirkstoff zur Verfügung, wenn Interferon versagt. Bei diesem Medikament kann es jedoch zu gefährlichen Resistenzen kommen, wenn die Viren nicht komplett abgetötet werden.