HIV steht für Human Immundeficiency Virus. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel. Sie sind gezwungen, in lebende Zellen einzudringen. HIV nutzt den Stoffwechsel der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie heißen entweder T-Helferzellen oder CD4-Zellen. Eine Ansteckung mit HIV kann entweder in den ersten sechs Wochen zu grippeähnlichen Beschwerden führen oder stumm (beschwerdefrei) verlaufen. Auch ohne Krankheitsanzeichen kann eine infizierte Person das Virus übertragen. Die weißen Blutkörperchen haben in der Regel sechs bis zwölf Wochen nach der Ansteckung so viele Antikörper (Abwehrstoffe) gebildet, dass diese im Blut nachgewiesen werden können. Von da an fällt der HIV-Test positiv aus. Der HIV-Infizierte hat meist keine Beschwerden. In seinem Körper vermehrt sich das Virus und befällt immer mehr Blutzellen, wodurch die Abwehrkräfte immer weiter geschwächt werden. Nach fünf bis fünfzehn Jahren ist das Abwehrsystem so schwach, dass es mit relativ harmlosen Krankheitserregern nicht mehr fertig wird. Man spricht dann von AIDS. Ohne Behandlung vergehen im Durchschnitt neun Jahre von der Ansteckung bis zum Ausbruch von AIDS.