Dünne, sehr unterschiedlich geformte Schleimhautfalte am Scheideneingang, die beim ersten Geschlechtsverkehr, der Entjungferung oder Defloration, zerreißt. Dabei kommt es zu einer harmlosen Blutung aus der Scheide. In vielen Kulturen war und ist die Defloration eines Mädchens oder einer Frau ihrem Ehemann in der Hochzeitsnacht vorbehalten. Als Beweis wurde in einigen Kulturen das blutbefleckte Bettlaken den Hochzeitsgästen gezeigt. Das ius primae noctis, das Recht auf die erste Nacht mit einer Jungfrau war allerdings in manchen Zeiten nicht auf Seiten des Ehemanns. Im Mittelalter etwa beanspruchten es die Lehnherren für sich, wenn eine Jungfrau heirateten.