Ein Verhütungsmittel für die Frau. Das Scheidenpessar besteht aus einer dünnen Gummimembran, ähnlich einem eingerollten Kondom mit einem elastischen Ring. Es sitzt bei korrekter Lage vor dem Gebärmuttereingang und verhindert das Eindringen der Spermien in den Uterus. Scheidenpessars gibt es in verschiedenen Größen. Sie müssen vom Frauenarzt dem Muttermund der Frau genau angepasst werden. Im allgemeinen wird das Scheidenpessar von der Frau oder ihrem Partner kurz vor dem Verkehr eingeführt und darf frühestens 8 Stunden danach wieder entfernt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich keine lebensfähigen Samenfäden mehr in der Scheide befinden. Durch Kombination mit spermienabtötenden Cremes oder Schaum, die auf den Rand des Scheidenpessars aufgetragen werden, kann und sollte die Sicherheit erhöht werden. Das Einsetzen meist kurz vor dem Geschlechtsverkehr erfordert etwas Übung und vor allem Vertrautheit mit dem Partner. Wenn die Größe des Scheidenpessars durch den Frauenarzt bestimmt worden ist, kann es in der Apotheke besorgt werden. Die Kappe darf frühestens 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr entfernt werden. In Verbindung mit spermienabtötender Salbe oder Creme genannt Spermizid wird ihre Wirksamkeit erhöht. Bei einem erneuten Geschlechtsverkehr wird dann lediglich mit Hilfe eines Applikators eine neue Portion eines spermiziden Gels in die Scheide eingeführt. Insgesamt ist die Methode etwas kompliziert, zumal der Frauenarzt nach jeder Periode für das erneute Einsetzen der Portiokappe aufgesucht werden muss. Sie findet daher nur eine geringe Akzeptanz bei den Frauen. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen auf das Material etwa eine Latexallergie und Reizungen der Schleimhäute.