Syphilis ist eine Geschlechtskrankheit, die durch das Bakterium Treponema pallidum übertragen wird. Syphilis kann angeboren sein, wenn die Schwangere eine Infektion hat und dadurch das ungeborene Kind infiziert. Syphilis kommt heutzutage in unserer Gesellschaft sehr selten vor und ist in Deutschland meldepflichtig. Bei vielen der gemeldeten Fälle handelt es sich um Menschen, die sich im Ausland angesteckt haben. Syphilis ist zum Beispiel in Afrika und Asien sehr verbreitet. Wie bekommt man Syphilis?

wird durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen und gilt somit als Geschlechtskrankheit.

Welche Beschwerden treten bei Syphilis auf?

Innerhalb der ersten Wochen nach Infektion erscheint ein Geschwür, auch harter Schanker genannt, auf der Haut oder der Schleimhaut direkt an der Stelle der Infektion. Das Geschwür sitzt zum Beispiel am Penis, an den Schamlippen oder in der Scheide. Es kann bei Oralverkehr auch im Mund oder Rachen und bei Analverkehr im Enddarm entstehen. Auch unbehandelt heilen die Geschwüre von selbst nach einigen Wochen ab. Nachdem das Geschwür verschwunden oder aber auch immer noch vorhanden ist, entsteht ein hell- bis braunroter, fleckiger Ausschlag am ganzen Körper. Es können Beschwerden auftreten, die an eine Grippe erinnern, wie Fieber und Muskelschmerzen. Danach kommen die Beschwerden zum Stillstand, aber die Krankheit kann jederzeit, nach Monaten bis Jahren, wieder auftreten. In den späten Stadien tritt die Syphilis an verschiedenen Körperstellen auf. Die gefährlichsten Spätfolgen betreffen die Hauptschlagader, das Herz und Veränderungen des Nervensystems und des Gehirns.

Wer ist besonders gefährdet, sich an Syphilis anzustecken?

Menschen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr oder häufigen Partnerwechsel praktizieren, besonders in den Ländern, in denen Syphilis verbreitet ist.